die aktuelle debatte um den luftschlag der bundeswehr in afghanistan stößt mir bitter auf. jede stelle rechnet derzeit der anderen vor, dass doch nur soundsoviele zivilisten getötet wurden und/oder der großteil der getöteten doch sowieso nur taliban gewesen wären.
ich möchte hiermit in keiner weise bestreiten, dass diese menschen sicherlich in vielen fällen eine etwas gestörte weltanschauung haben und sicherlich auch in vielen fällen nicht vor straftaten zurückschrecken. aber trotzdem stelle ich mir dir frage: sind talibankämpferInnen keine menschen? haben diese kein anrecht auf menschenrechte? warum ist es in einem zivilisierten rechtsstaat wie deutschland - der die todesstrafe zum glück vor langem abgeschafft hat - akzeptiert, straftäterInnen - und nichts anderes sind talibankämpferInnen die anschläge und ähnliches verüben - mit der todesstrafe durch bombardierung zu bestrafen?
aber anstatt endlich mal die bitter nötige debatte über den sinn- und unsinn von friedenseinsätzen mit kampftruppen in der breiten gesellschaft zu führen, rechnet mensch sich lieber die "kollateralschäden" auf dem weg zu frieden und demokratie schön. das thema passt nun mal nicht in wahlkampfzeiten - das stößt mir auch bei den grünen akut auf. mir fällt dazu wieder mal nur ein alter aber sehr passender spruch ein:
bombing for peace is like fucking for virginity!
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